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Pressestimmen zu Primacanta

 

 

 

Römebergsingen der 2. Staffel am 10. Mai 2010

"Singen mit Schneeball-Effekt" in der FR vom 11.05.2010 mehr -->

"1.300 Kinder für die OB" in der FNP vom 11.05.2010 mehr -->

 

 


"Primacanta" und "Jedem Kind sein Instrument" fördert aktives Musizieren in Grundschulen

Artikel vom 05. April 2010 in GEW - Die Bildungsgewerkschaft
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Singen kann jeder lernen - Die Münzenbergerschule in der FR am 16.07.09

Artikel von 16. Juli 2009 in der Frankfurter Rundschau
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Ein tierisches Vergnügen - Primacanta singt im Zoo am 07.& 08.07.09

FAZ, 08.07.09

Ständchen für Ponys und Schimpansen

Die Mitarbeiter des Zoos lassen sich immer mal etwas einfallen, damit sich Affe, Nashorn und all die anderen Tiere in Gefangenschaft nicht langweilen. Sie verstecken Futter an verborgenen Stellen im Gehege oder erfreuen die Tiere mit seltenen Gerüchen. Eine weitere Abwechslung gab es gestern: Etwa 840 Drittklässler kamen in den Tierpark und sagen Lieder. Nicht irgendwelche, sondern immer passend zum Gehege. Bei „Bitte gib mir doch ein Zuckerstückchen“ kamen einige Ponys aus ihrer Behausung getrabt, während sich die Schimpansen von „Wer hat die Kokosnuss geklaut?!“ kaum beeindrucken ließen. Ganz im Gegenteil zu Zoodirektor Manfred Niekisch: „So ein Event mit so vielen Schülern hatten wir noch nie.“ Das Singen im Zoo ist Teil von Primacanta, einem Projekt der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Crespo Foundation. Gemäß dem Motto „Jedem Kind seine Stimme“ soll Grundschülern die Freude am Singen und an der Musik vermittelt werden. Dieses Ziel wollen die Initiatoren erreichen, indem sie Frankfurter Musiklehrer weiterbilden und dem Fachunterricht neue Impulse geben. „Wir wollen den Musikunterricht vom Kopf auf die Füße stellen“, formuliert Musikhochschul-Präsident Thomas Rietschel selbstbewusst. Die erste Staffel von Primacanta begann im August vorigen Jahres mit 1800 Schülern und 50 Lehrern aus 31 Grundschulen. 22 weitere Schulen haben sich für die zweite Runde angemeldet. (raba./Foto: Anna Jockisch)


Frankfurter Rundschau, 08.07.09

Als die grüne Mamba tanzte

Gesänge im Zoo Frankfurt

Man könnte meinen, der Schwanz der Grünen Mamba zuckt im Takt, als das Lied "Eine kilometerlange Riesensuperschlingelschlange" durch das Exotarium hallt. Sicher ist, dass die Wüstenleguane interessiert die nicht sichtbaren Ohren spitzen. Davon ist zumindest die neunjährige Khadija überzeugt. Die Eidechse ist zwar keine Schlange, "aber die sieht ja fast aus wie eine". Klar, dass ihr dann das Ständchen der 46 Mädchen und Jungen der Heddernheimer Robert-Schumann-Schule gefällt. Dabei sind die Drittklässler nicht die einzigen, die am gestrigen Dienstag zwischen Kronenbasilisken und roter Speikobra Lieder zum besten gaben. Insgesamt 900 Kinder haben im Rahmen des Projektes Primacanta die Tiere im Zoologischen Garten beschallt. Am heutigen Mittwoch singen weitere 900 Drittklässler. "Wir freuen uns sehr über diesen musikalischen Zugang zu unseren Tieren und unserem Zoo", sagte Direktor Manfred Niekisch. Schließlich sei es eines der erklärten Ziele des Tiergartens, "Naturschutz, Wissenschaft und Kultur zusammenzubringen".
An sieben Stationen sangen die Grundschüler. Am Gehege der Trampeltiere tönte das "Cha-Cha-Cha tanzende Kamel". Alle Tiere seien aufgesprungen und hätten gestaunt, als sie zu singen begonnen hätten, erzählte Josef, "und ein Kamel hat sogar gelacht". Nur eines habe desinteressiert gewirkt, sagte der Neunjährige. Auch die Tiger hätten nicht reagiert, berichtete seine Mitschülerin Michelle, "die waren wohl zu faul". Dabei hatten die Heddernheimer Kinder den Raubkatzen sogar zwei Lieder gewidmet. Die Idee, Kinder im Zoo musizieren zu lassen, hatte der Dozent der Frankfurter Musikhochschule, Felix Koch. Vor Tieren zu singen übe eine besondere Faszination aus, "das ist eine super Motivation". Auf diese Weise könnten Kinder wesentlich leichter zum Singen animiert werden. Über verschiedene Liedtexte und Stile könne fast jedes Kind erreicht werden. Ob Tiger RocknRoll oder Cha-Cha-Cha gestört habe die Musik keines der Tiere, sagte Zoosprecherin Caroline Liefke. Diese seien Publikum und Lärm gewöhnt. "Am Wochenende haben wir bis zu 4000 Besucher." Lediglich Tiere wie Okapis und Gazellen, die bei Gefahr flüchten, seien ausgespart worden. Um die Tiere zu schonen, hat die Heddernheimer Musiklehrerin Anne Weigand ihre Schüler das Pinguin-Lied vor den Türen des Exotariums singen lassen. "Wir wollten die Tiere nicht verschrecken." Auch der zehnjährige Marlon und seine Mitschüler wollten die Vögel nicht beunruhigen: "Wir haben auf dem Weg extra noch einmal geübt." (Boris Schlepper/ Foto: Christoph Boeckheler)

 

 

Frankfurter Neue Presse, Lokales, 08.07.2009

Ständchen für die Tiere

Frankfurt. Ein weißes Meer aus knapp 900 Mützen präsentierte sich gestern im Frankfurter Zoo den Nilpferden, Ponys und Affen. Die Frankfurter Grundschüler unter diesen Mützen gehören zum Projekt «Primacanta». Sie sangen, tanzten und bedankten sich bei denen, die ihnen die Reise in den Zoo ermöglichten: der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Crespo Foundation. «So wie ein Tiger», gröhlten die Kinder bei der Begrüßung um 11 Uhr und begannen, sieben Tiergehege aufzusuchen und dort ein passendes Lied zu singen. Die Kinder sollen spielerisch kreativ sein, lernen Musik zu lieben. Heute werden erneut 900 Schüler erwartet. fnv (Foto: Bernd Kammerer)


Pressekonferenz mit den Wise Guys am 04.03.09

 

Frankfurter Neue Presse, Taunuszeitung, 05.03.09

Singen macht schlau

Wenn Daniel Dickopf von den Kölner «Wise Guys» zur Gitarre greift, können die Drittklässler der Hellerhofschule nicht widerstehen. Sie müssen mitsingen. Die Hellerhofschule ist eine von 31 Grundschulen, die am Projekt «Primacanta – jedem Kind seine Stimme» teilnimmt. Das Projekt der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) wird von der Crespo-Stiftung unterstützt. Seit gestern sind die «Wise Guys» Schirmherren. Die bekannten A-Capella-Sänger sind von der Idee begeistert, Kindern im Musikunterricht Spaß am Singen zu vermitteln. «Genau das fehlt heute», so Thomas Ritschel, Leiter der HfMDK. Deswegen hat seine Schule, verantwortlich für die Ausbildung von Musiklehrern, ein neues Ausbildungskonzept ersonnen. Was die Studenten schon lernen, erproben Frankfurts Grundschulen im ersten Praxistest des neuen Unterrichts. Seit acht Monaten werden die Musiklehrer der rund 2000 Drittklässlern geschult und erhalten Unterstützung für den Unterricht. In der Schule sollen die Kinder Spaß am Singen gewinnen, zugleich erfahren, dass sie etwas können und dabei ihre Leistungen auch in anderen Schulfächern steigern. Zum Beispiel in Deutsch. Diese Leistungssteigerung lässt sich tatsächlich beobachten, berichteten beteiligte Musiklehrerinnen. Im neuen Schuljahr können weitere Schulen mitmachen. Bis 2011 können alle 78 Grundschulen der Stadt den neuen Unterricht ausprobieren.

Am Donnerstag, 19. März begeben sich die Schüler aus den 31 Grundschulen singend auf den Weg zum Römerberg, wo sie um 11 Uhr ein Konzert geben. tjs

Mit Freude dabei: Grundschüler der Hellerhofschule singen und spielen das Lied von der Hexe Wackelzahn. Foto: Martin Weis

 

Frankfurter Rundschau, 05.03.09

Frau Wackelzahn im Klassenraum

von Ina Kroker

Sie hat einen Besen, auf dem sie durch die Lüfte fliegt, eine dicke Warze und nur noch einen Zahn in ihrem maroden Gebiss. Das allerdings stört die Kinder aus der dritten Klasse der Hellerhofschule herzlich wenig, wenn sie das Lied über die Hexe Wackelzahn mit voller Kraft im Musikunterricht schmettern.


Gemeinsam nehmen die Schüler teil am Projekt "Primacanta - Jedem Kind seine Stimme", das die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt zusammen mit der Crespo Foundation ins Leben gerufen hat. "Jedes Kind hat eine starke Stimme, es muss sie nur entdecken."


Primacanta hilft Kindern, die Kraft ihrer Stimme und damit einen wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit zu entwickeln", sagt Edzard Hüneke von der Kölner A-capella-Gruppe "Wise Guys", die die Schirmherrschaft für das Musikprojekt übernommen hat.

Die Singfreude der Kinder zu stärken und ihre Singkompetenzen zu entwickeln, dieses Ziel verfolgt Primacanta. 31 der 78 Frankfurter Grundschulen sind bereits in der ersten Staffel seit August 2008 beteiligt. Der traditionelle Musikunterricht werde mit dem neuen Projekt vom Kopf auf die Füße gestellt, erzählt Thomas Rietschel, Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Musik müsse im Unterricht nicht mehr nur gehört, beurteilt und nachgesungen, sondern von den Kindern selbst erfunden und ausgeführt werden.

Viele Familien produzierten immer weniger Musik, da der größte Teil der heutigen Elterngeneration verlernt habe zu singen. Dazu komme, dass viele Kinder benachteiligt seien, weil im Elternhaus kein Deutsch gesprochen werde. So hätten 80 Prozent der Schüler im Primacanta-Projekt einen Migrationshintergrund, wie Marina van der Linden, die Rektorin der Hellerhofschule, betont.

Kluger Kopf dank Singen

"Beim Singen fällt der Umgang mit der deutschen Sprache leichter, alle Schüler sind gleich und entwickeln durch den Spaß und Erfolg beim Singen mehr Selbstbewusstsein", sagt Sabine Schneider, Musiklehrerin an der Hellerhofschule, in deren Klasse kein deutsches Kind sitzt.

Die Erfolge sind für Schneider bereits spürbar: Sowohl eine bessere Konzentrationsfähigkeit als auch Artikulation gegen eine "verwaschene deutsche Aussprache" habe sie feststellen können.

"Jedem Kind seine Stimme", das Motto des Projekts, bedeutet somit nicht nur, Kinder wieder für das Singen zu begeistern, sondern ihnen eine Chance zu geben, durch ein gestärktes Selbstwertgefühl in der Welt gehört zu werden.

Für die zweite Staffel ab August 2009 sind schon 15 neue Schulen angemeldet. In den nächsten Jahren soll das Projekt auf alle Grundschulen in Frankfurt ausgedehnt werden, um eine langfristige Verbesserung des Musikunterrichts zu erzielen und Kindern die Freude zu ermöglichen, ihre eigene Stimme zu entdecken.

Stimmen zur Pressekonferenz am 11.06.2008

Frankfurter Rundschau, 12.06.08

"(...) gut, wenn Primacanta das Bewusstsein verbreitet, dass Musik wichtig ist. Und in die Tat umsetzt, worüber Bildungspolitiker nur reden." as